Das Auge denkt mit

Weil weniger manchmal wirklich mehr ist

Der Winter ist da, Zeit für einen gemütlichen Städtetrip. Im Hotel bekommst du auch direkt einen wunderbaren Stadtplan ausgehändigt (Das Smartphone bleibt im Zimmer, du machst digital-detox oder so 😉). Voll motiviert machst du dich auf den Weg, die neue Umgebung zu erkunden und wirfst einen ersten Blick auf deinen tollen Stadtplan. Und einen zweiten. Dass da Straßen sind, versteht sich von selbst. Aber was bringen dir die eingezeichneten Bäume? Laternen? Stromkabel, Glasfaser-, Gas- und Wasserleitungen? 

Mehr ist ja grundsätzlich eine schöne Sache – aber Mehrwert bringt dir nur, was du tatsächlich auch brauchst.  

I can see clearly now

Als wir begonnen haben unsere ersten Visualisierungen zu entwickeln, war das Ziel klar: Baustellen anschaulicher, Daten greifbarer und vor allem Entscheidungen einfacher machen. Was als schlichtes Punkt-Overlay auf einem digitalen Plan begann, ist inzwischen zu einem mächtigen Werkzeug geworden. Ein Werkzeug, das nicht nur zeigt, was war – sondern hilft, zu verstehen, was passiert, warum es passiert sein kann und was das für den weiteren Bauablauf bedeuten kann. 

Läuft eigentlich – wieso also eine neue Visualisierung?

Natürlich weil’s noch besser geht. Immer wieder bekommen wir Anfragen von User*innen, die ganz bestimmte Ansichten oder Filter brauchen: eine spezielle Bohrung, ein bestimmter Druckbereich, eine ganz bestimmte Perspektive auf ein Bauteil. Klar machen wir das. Aber eigentlich wünschen wir uns, dass unsere User*innen genau die Infos bekommen, die sie brauchen. Ohne extra Anfrage, ohne zu warten, bis wir die Wünsche entsprechend umsetzten können. 

Deshalb haben wir uns gefragt: Wie können wir SCALES so weiterentwickeln, dass jeder sofort genau die Informationen sieht, die gerade wirklich relevant sind? Ganz ohne extra Anfrage. 

Ich seh etwas, was du nicht siehst.

Visualisierungen können weit mehr, als bloß zeigen, was war. Richtig eingesetzt, machen sie Zusammenhänge sichtbar, legen Muster offen und liefern die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Mit der neuen Generation unserer Visualisierung gehen wir genau diesen Schritt: Zwei zentrale Neuerungen verändern den Umgang mit Daten – individuell einstellbare Filter und ein echter Perspektivenwechsel. Im wahrsten Sinne des Wortes. 

Wer suchet, der filtert

Schon mal versucht aus deinen Injektionsdaten nur die Injektionen herauszufiltern, bei denen ein Druck von mindestens 5 Bar bei der ersten Beaufschlagung erreicht wurde? Oder einen Überblick über alle Bohrungen zu bekommen, die länger als 20 Minuten gedauert haben und kürzer als 10m sind? Eine Visualisierung all jener Messpunkte bei denen sich die Höhe in den letzten 48 Stunden um mehr als 3cm verändert hat?

Frustrierend – vor allem, weil man ja nicht aus Langeweile spezifisch nach diesen Datensätzen sucht. Meistens hat man einen guten Grund und außerdem erheblichen Zeitdruck.

Wie gut, dass wir es uns zum Ziel gemacht haben, den (Bau)alltag zu erleichtern. Deshalb gibt es mit der neuen Visualisierung ganz individuelle Filtermöglichkeiten. Während unsere bisherigen Visualisierungen in erster Linie Projektstandards abgebildet haben, können Nutzer*innen jetzt eigene Filter und Ebenen definieren. Also zum Beispiel spezifisch alle DSV Säulen mit einer Länge zwischen 12,30 und 12,35 Meter anzeigen lassen.  

Damit wird es nicht nur erheblich leichter, Auffälligkeiten zu erkennen. Es wird auch deutlich einfacher, Muster wahrzunehmen. Egal, ob räumlich oder im Zeitverlauf. Ist beispielsweise ein bestimmter Bereich der Baugrube auffällig? Gibt es Unterschiede je nach Lage oder Tiefe? Wie sieht die Entwicklung über den Projektverlauf hinweg aus? 

All das lässt sich nun mit wenigen Klicks ganz individuell sichtbar machen. 

It’s just a jump to the left …

Individuelle Filterfunktionen sind ein solider Start und ein tolles Werkzeug – aber es wird wohl niemand überraschen, dass wir uns bei der neuen Visualisierung gleich noch einen Schritt weiter gewagt haben. Einen ziemlich großen Schritt sogar, direkt in eine neue Dimension …  

Wir haben den Röntgenblick

Das eigentliche Herzstück der neuen Visualisierung ist das 3D-Modell.

Einerseits gibt’s dazu nicht viel zu sagen. 3D halt. Andererseits ist es nun mal etwas anderes, ob man im Hochbau ein 3D Modell hat – wo man auch einfach mal eine Runde ums Gebäude laufen kann. Oder im Tiefbau – wo ich mitunter von meinem Bauwerk gar nichts sehe. 

Umso mehr freut es uns, dass mit der neuen Visualisierung Nutzer*innen ihr Bauwerk so sehen können, wie es tatsächlich unter der Erde liegt. Inklusive aller relevanten Elemente – von der Baugrube über Injektionsstellen, Bohrpfähle, Dichtwände bis hin zu Pegeln oder Setzungsmessungen. 

Die Darstellung ist natürlich genau wie unsere 2D Darstellungen interaktiv: Es kann gezoomt, gedreht, geschnitten und geschichtet werden. Einzelne Objekte lassen sich selektieren, Eigenschaften anzeigen oder farblich nach Parametern wie Volumen, Dauer, Druck oder Zeitpunkt einfärben. Wer will, kann Zeit als zusätzliche Dimension einblenden. Und schwups, auf einmal sind wir sogar vierdimensional unterwegs! 

Wie gewohnt arbeitet auch die neue Visualisierung mit der gesamten Datenbasis von SCALES (Maschinendaten, Messdaten, manuell erfasste Daten, etc.). Fehler durch Medienbrüche gibt es damit nicht. Und weil wir die Datenqualität als Schlüssel zum Erfolg sehen, ist jedes Objekt eindeutig referenziert, jeder Punkt exakt verortet, jede Maßnahme nachvollziehbar dokumentiert. 

Und damit haben wir hier nicht einfach nur eine neue Visualisierung. Wir machen wirklich sichtbar, was unter der Oberfläche passiert und machen damit das gesamte Projekt für alle Beteiligten greifbarer. 

Aber ich mochte es doch schon vorhin!

Niemand wird gern mitten in einem laufenden Projekt vor eine neue Benutzeroberfläche gesetzt. Wir wissen genau, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich kein Button mehr da ist, wo man ihn gewohnt war. 

Also bleibt für alle laufenden Projekte die Visualisierung genau so, wie sie gewohnt ist. 

VIS 3.0 ist ab sofort für alle neuen Projekte der Standard. Für laufende Baustellen, die bereits mit älteren Visualisierungen arbeiten, bleibt diese Ansicht bestehen – außer es gibt den Wunsch nach Umstellung. Dann können wir ein optionales Upgrade anbieten – inklusive Umstellung, Datenmigration und individueller Anpassung. Bei Interesse reicht eine kurze Nachricht, und wir melden uns, wie es weitergeht. 

Ein Bild sagt mehr als tausend Excel!

Wir sind überzeugt: Gute Visualisierung ist kein nettes Extra. Sondern ein Schlüssel zum besseren Bauen. Sie macht Informationen sichtbar, reduziert Missverständnisse, ermöglicht fundierte Entscheidungen auf leicht verständlichen und greifbaren Grundlagen– und hilft dabei, Projekte sicherer, effizienter und transparenter zu steuern. 

Keep it Simple. 😉 

Für alle, die jetzt gerne mehr wissen wollen, gibt es hier die Möglichkeit, sich direkt einen Termin mit uns auszumachen – aber erst im nächsten Jahr.

Denn für heuer wünschen wir erstmal gemütliche Feiertage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr und verabschieden uns in die wohlverdiente Weihnachtspause!